Report im Gesundheitstipp: Mutter von 2 kleinen Kindern starb an Magenbypass-Operation...

      Report im Gesundheitstipp: Mutter von 2 kleinen Kindern starb an Magenbypass-Operation...

      Ich habe den Artikel gelesen! Der Anfang des Berichtes hat mich geschockt:

      Ich entbiete der Familie von Sandra Pauli-Taminelli mein tiefempfundenes Beileid. Die tragische Geschichte hat mich sehr traurig gemacht und ich wünsche der jungen Familie viel Kraft für die Zukunft.

      Mit stillem Gruss
      Reanna
      Gewichtsverlauf:
      25.06.13 = 107.4 kg --> 27.06.13 = 109.7 kg --> 26.07.13 = 97.0 kg --> 26.08.13 = 92.1 kg --> 26.09.13 = 88.7 kg -->
      26.10.13 = 84.0 kg --> 26.12.13 = 80.5 kg --> 26.02.14 = 75.2 kg --> 26.03.14 = 73.9 kg --> 26.04.14 = 70.6 kg -->
      26.05.14 = 69.3 kg --> 26.08.14 = 68.8 kg --> 26.04.2015 = 68.7 kg --> 29.12.2016 = 70.3 kg


      ....immer noch glücklich und sehr dankbar! Aber auch auf der Hut vor den Kilos :huepf:
      Ich habe mir den Artikel soeben besorgt und bin bestürzt über dessen schlechte Qualität. Ich hatte den Gesundheitstip deutlich hochwertiger in Erinnerung.
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Artikel hier hochladen dürfte - aber man kann ihn für 3 Franken auf der Homepage von Gesundheitstipp kaufen.
      Vorab: Die Patientin verstarb bereits im Dezember. Das macht es nicht besser, aber eben...

      Dann werden Risiken aufgezählt. In meinen AUgen völlig korrekt.
      Auch gibt es später eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen. Diese erscheint ebenfalls objektiv, wobei speziell beim Magenbypass die Vorteile nicht ausführlich genug dargestellt wurden. Aber das wäre für mich nur ein Detail. Wobei eben nicht erwähnt wird, dass neben der verringerten Lust aufs Essen auch die Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung sich verändert. Das ist schon ein grosses Manko...

      Der wirkliche Ärger für mich liegt in der ausführlichen Berichterstattung eines Arztes (Dr. Laederach) aus dem Inselspital, welcher (und dann wird der Artikel erst wirklich verständlich) ein Konkurrenzinstitut leitet. Nämlich die Abteilung für Übergewicht. Er und ein weiterer Arzt, welcher ein Stoffwechselzentrum leitet, breiten ihre Bedenken und Meinungen hier aus, ohne dass es ein schriftliches Gegengewicht gibt. Das ist massiv tendenziös und unseriös. Denn man hat den Eindruck (darauf deutet die Gestaltung des Artikels hin), hier würden Scharlatane an Menschen herumschnipseln und die wahren Fachleute seien dagegen.
      Dass aber grad auch im Inselspital und überall weltweit international anerkannte Fachleute "unsere" OP unterstützen und durchführen, wird glatt unterschlagen!
      SO bleibt denn auch eine AUssage wie: "Nur Leute mit starken Herzproblemen oder Diabetes sollten operiert werden" unkommentiert. Noch klarer wird die mangelnde Fairness etwas später. Da wird dann gesagt, dass konservative Methoden ebenso hilfreich seien wie die OP. Schliesslich könne man ja auch mit einer einfachen Diät einen BMI um ein bis zwei Punkte senken... merkt ihr's?
      Kaum jemand bekommt einen Bypass, um sein Übergewicht nur um 1-2 Punkte vom BMI zu senken. Hoffe ich jedenfalls. Diese OP ist für Menschen, die an ihrem Fett lebensgefährlich erkrankt sind.

      Und was mich jetzt so stinkwütend macht, dass ich schnell mit dem Schreiben aufhören muss, ist der Umstand, dass hier der Tod einer jungen Frau instrumentalisiert wird in einem klassischen Methodenstreit zwischen Medizinern!!!
      Würde man jetzt dem Gestank des Geldes folgen, bin ich mir zu 100% sicher, dass man zwischen dem Gesundheitstipp und einem der genannten Institute irgendeine Geschäftsbeziehung entdecken würde. Sei es direkt oder sei es über eine Pharmafirma, die an Diäten mehr verdient als an einer OP.

      Ui, jetzt muss ich meinen Blutdruck senken, SCHIMPFWÖRTER ENTFERNT DURCH ADMIN
      en gruess,
      Holger
      2011: Schlauchm,agen bei mehr als 160 kg
      21.2.2013: Magenbypass- OP bei ca.130 kg
      3.6. 2013: 30 kg sind weg!! Seit meiner Schlauchi-op sogar 60 kg !!!
      24.1.2016: 30 kg wieder zugenommen seit 2014. Am 16.1. 16 neuer Anlauf! Die ersten 12 Kilo sind geschafft...


      Habe soeben den Bericht gelesen.

      Ich war zugegeben auch schockiert, nur man darf eines nicht vergessen: JEDER EINGRIFF in den Körper kann Komplikationen hervorrufen.

      Auch gebe ich gerne zu, ich bin froh bin ich operiert und es geht bis jetzt alles gut.

      Es ist traurig für die Hinterbliebenen und da möchte ich mein ganzes Mitgefühl ausdrücken. Diese Gedanken hatte man ja als Mutter auch.....
      Ansonsten, verrückt machen lassen von dem Beitrag lasse ich mich nicht, steht doch da, dass auch innerhalb des ersten Jahres der OP eine gewisse Sterblichkeitsrate da sei.


      In dem Sinne, spart euch die 3 Franken.... es lohnt sich nicht... Gell Holger... der Puls ..smile


      Grüsse Niki :bauch:

      28.11.2012 Erstgespräch Dr. Herren, Bern
      08.05.2013 Operation, Beau-Site, Dr. Steffen
      Hallo Holger

      Es ist leider so, dass hinter der ganzen Geschichte immer eine Industrie steckt (in verschiedenster Hinsicht) und die hat in erster Linie finanzielle Interessen.

      Auf der einen Seite gibts heute deswegen Dinge, die vor 10, 20 oder 30 Jahren noch undenkbar waren, andererseits ist es eben auch traurig, dass dann das Geld soviel Einfluss haben kann.

      Verrückt machen darf sich auf keinen Fall irgend jemand, denn es gibt immer wieder solche Fälle. Man darf nie vergessen, dass adipositaschirurgische Operationen von übergewichtigen Menschen immer ein Hochrisiko ist. Auch wenn es heute bereits Routine ist Magenbypässe und ähnliche OPs durchzuführen, so ist es immer wieder eine grosse Herausforderung, da übergewichtige Menschen für den "Handwerker" (den Chirurgen) und auch die Anästhäsie (uff, schwieriges Wort) eine riesige Herausforderungen darstellen.

      Ich weiss selber wie es ist, ich bin selber fast an den späteren Folgen (3 Tage nach der OP) gestorben, habe eine Situation überlebt und bin vom Tod von der Schippe gesprungen, die man normalerweise nicht überlebt... aber direkt mit der OP hatte das nichts zu tun. Für die Angehörigen ist sowas schlimm... das habe ich selber miterlebt, auch wenns bei mir dann nach x Monaten gut rausgekommen ist, so hat diese schwere Zeit meine Angehörigen (und natürlich auch mich) geprägt.
      Vielen Dank für deine Worte Michael !

      Ich bin noch mitten in den Voruntersuchungen. Hatte auch noch kein Gespräch mit einem Chirurgen. Konnte also viele Fragen noch nicht stellen.

      Mein BMI, resp. mein Gewicht ist sehr hoch. Meine Angst vor der OP ist immer noch sehr gross und solche Berichte hinterfragen immer wieder alles.
      Wie soll oder kann man sein Risiko abwägen, dass ist einer meiner offenen Fragen die mich sehr beschäftigt.

      Gruss
      Mumie
      Das Leben ist kurz, aber die Tage sind lang.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mumie“ ()

      Hallo

      Also das mit dem Inselspital kann ich bestätigen. Ich war zuerst bei Herrn läderach zu enem Vorgespräch für das Programm. Habe mich dann danach dagegen entschieden und ihn angerufen und ihm mitgeteilt das ich mich noch für eine op beraten lassen. Da hat er schon sehr dagegen gesprochen. Doch ein Grund das ich mich gegen das Programm vorher entschieden habe, war seine Unmenschlichkeit den dicken gegenüber. Kein Wunder macht er schlechte Werbung.

      Gruss Lisamona
      02.02.12 1. Gespräch Inselspital Dr. Borbély
      11.05.12 OP Termin 117.7 Kg
      22.06.12 - 10 Kg
      12.08.12 UHU 99.8 Kg
      26.08.12 - 20 Kg
      11.11.12 6 Mte nach der Op 88.8 Kg minus 28.6 Kg
      30.11.12 - 30 Kg BMI 29.8
      26.01.13 - 35 Kg BMI 28.2
      12.04.13 mein Ziel erreicht 77.7 Kg
      18.04.13 - 40 Kg BMI 26.3
      16.08.13 BMI 25.1 / 73 Kg
      13.09.13 BMI 24.8 / 72.4 kg Ziel
      07.03.14 71.5 Kg
      10.04.16 82 Kg Start mit Bewegung zum neuen Ziel von 73 Kg
      20.06.16 79.7 kg
      Ich habe die Blutdruckattacke überlebt ;)
      Und gegen Artikelende wird sogar doch noch kurz erwähnt, dass für einen wirklich massiven Gewichtsverlust keine Alternative zur OP besteht.
      Es gibt ja gute Gründe, die OP's nicht zum Lifestyleprodukt werden zu lassen. Und ich will auch nicht die Risiken kleinreden. User wie Mumie müssen wissen, von was sie reden, wenn sie sich entscheiden. Dazu gehört nunmal Beides.
      Mumie, wenn du die Situation analysierst- wie schätzt du denn deine Ausgangslage ein?
      Nimmst du dein aktuelles Leben als völlig gesund ein? Oder nimmst du wahr, dass du auch ohne OP jederzeit an deinem Gewicht sterben kannst?
      Nur fix MEINE Ausgangslage: ich fand mein Leben mit 180 kg NICHT lebenswert, bin bei SAPS ausgestiegen ( die wollten mich zu " auch fett bist du nett!" Überreden) und bei exit eingestiegen. Weil mir klar war, dass diese irrsinnige Fettmenge mich schleichend umbringen würde.
      Deshalb war MEIN Abwägen der Risiken zwischen relativ sicherem schleichendem Tod und der Festlegung eines erheblich weniger sicheren Todes auf einen bestimmten Tag. Mit der Chance auf eine sicherere Zukunft.
      Auch der Zeitungsartikel tut so, als sei das Oprisiko mit einem gesunden Leben zu vergleichen. Unsere dicken Leben sind aber nicht gesund!

      Michael, du hast natürlich recht. Ich will auch nicht die Industrie generell angreifen. Nur hab ich lange nicht mehr so einen einseitigen Bericht gelesen..,
      en gruess,
      Holger
      2011: Schlauchm,agen bei mehr als 160 kg
      21.2.2013: Magenbypass- OP bei ca.130 kg
      3.6. 2013: 30 kg sind weg!! Seit meiner Schlauchi-op sogar 60 kg !!!
      24.1.2016: 30 kg wieder zugenommen seit 2014. Am 16.1. 16 neuer Anlauf! Die ersten 12 Kilo sind geschafft...


      Hallo zusammen

      Unsere Diskussion hier hat mich heute Nacht beschäftigt, vielleicht auch deswegen, weil mein OP-Termin in greifbarer Nähe ist, heute in einem Monat und ich merke, wie die Nervosität und die Angst beginnen von mir Besitz zu ergreifen.

      Also habe ich meine Überlegungen und die vergangenen Jahre Revue passieren lassen: Knieoperationen, jeder Hundespaziergang zeitweise eine Qual, allgemeines Nicht-Wohlfühlen, ein Burnout vom Feinsten, Diabetes.

      Auch ich habe Angst zu sterben, also es ist nicht meine grösste Angst, viel grösser ist die, nach erfolgter OP mit dem Magenbypass in irgendeiner Form nicht zurecht zu kommen, eher eine diffuse Geschichte. Ich habe keine Kinder, mein Mann ist vor 4 Jahren verstorben, am metabolischen Syndrom notabene, meine Familie lebt 800 km entfernt, der Kontakt ist soso lala, also ist für mich das Thema Sterben nicht so wahnsinnig belastend (weiss nicht ob die Aussage verstanden wird, ist aber egal, das "ausdeutschen" würde zu weit führen und das Posting unzumutbar verlängern), alle formalen Dinge wie Patientenverfügung sind dank exit präzis geregelt, ein Testament erstellt.. Aber ich lebe verdammt gerne, habe noch viel vor und möchte meinen kleinen feinen Freundeskreis, der mich in Sachen OP stützt und trägt noch gerne weiter geniessen.

      Dann habe ich mir überlegt, dass ich ja, bevor das OK zur OP erteilt wurde, wie wir alle einmal komplett durch die medizinische Mangel gedreht wurde: bei mir hat das den Stent ergeben und die Erkenntnis, dass mein Herz sonst altersgerecht tipp topp in Ordnung ist, also eine Sorge weniger. Ich beruhige mich damit, dass alles was möglich ist abgeklärt wurde und das lässt mich doch diese Nacht wahrscheinlich besser schlafen.

      Natürlich können noch 1000 Dinge passieren, intraoperativ, postoperativ und auch noch praeopertiv, aber ich denke, dann war es Schicksal, will heissen, ich bin nicht blauäugig und naiv in die Sache reingegangen, bin gut informiert und kann immer noch überzeugt ja zu meinem Entschluss sagen. Und ganz wichtig: ich habe zu meinem behandelnden Ärzteteam absolutes Vertrauen.

      Sorry, wenn ich da die ganze Zeit von mir rede, aber es musste raus. Und raus muss jetzt auch der Hund: ich wünsche Euch allen ein schönes Pfingstwochenende mit viel Sonne.

      LG

      Susanna
      Guten Morgen

      Nach einer unruhigen Nacht melde ich mich wieder, zu dem was ich da gestern ausgelöst habe. Sorry für die Unruhe! In gut 5 Wochen bin auch ich an der Reihe, und ich habe gemerkt, wie die letzte Nacht meine Gedanken an Aufgabe resp. Absage immer wieder vorbeischrammten. Ich habe den Artikel wieder und wieder gelesen und Gegeninformationen zusammen gesucht. Ich habe gemerkt, dass dieser Bericht das erste Mal total negativ in meinem langen Abklärungsprozess dasteht. Nein! Nicht negativ aber abschreckend....... und irgendwie auch ketzerisch! Im letzten Jahr habe ich ausgiebig und nachhaltig Berichte, Bücher, Artikel etc. gelesen, verglichen und analysiert. War mit Ärzten, Fachleuten und Betroffenen in engem Kontakt. Ich habe extrem viel investiert, gelernt und verstanden.

      Meine persönliche Ausgangslage ist eine andere: Ich habe keine Kinder, meine Familie ist auf der ganzen Welt irgendwo verstreut und der Kontakt von der physischen Distanz geprägt, mein Vater ist 90 und sein Leben erscheint mir nicht unbedingt erstrebenswert. Ich lebe eine schöne Beziehung mit meinem Lebenspartner in einem angenehmen Umfeld, das mir sehr viel bedeutet. Da möchte ich so lange wie möglich sein, mich eingeben (können) und mich/uns erfreuen.

      So lange wie möglich bedeutet, dass wir jederzeit durch irgend welche Umstände alles verlieren können... Ich bin eher die Pragmatische und sehe nach einer durchdachten Nacht die Lage wieder sachlich. Selbstverständich können sämtliche unglücklichen Umstände über mich hereinbrechen - ich kann aber auch in der ländlichen Idylle auf einem Spaziergang von einem Traktor überrollt werden. Das Leben ist ein Risiko.

      Ich werde also an meinem Entschluss festhalten, am 31.5. die OP-Besprechung mit möglicherweise gezielteren Fragen angehen und dann am 26. Juni mich vertrauensvoll in die Hände der Operateure begeben.

      Ein solcher Bericht ist wie ein handfester Streit in einer Partnerschaft....... im Nachhinein weiss jeder genauer, warum er/sie sich das antut - nämlich weil es etwas Gutes ist!

      In diesem Sinne euch allen ganz schöne, entspannte und gelassene Pfingsten.

      Liebe Grüsse Anna
      Gewichtsverlauf:
      25.06.13 = 107.4 kg --> 27.06.13 = 109.7 kg --> 26.07.13 = 97.0 kg --> 26.08.13 = 92.1 kg --> 26.09.13 = 88.7 kg -->
      26.10.13 = 84.0 kg --> 26.12.13 = 80.5 kg --> 26.02.14 = 75.2 kg --> 26.03.14 = 73.9 kg --> 26.04.14 = 70.6 kg -->
      26.05.14 = 69.3 kg --> 26.08.14 = 68.8 kg --> 26.04.2015 = 68.7 kg --> 29.12.2016 = 70.3 kg


      ....immer noch glücklich und sehr dankbar! Aber auch auf der Hut vor den Kilos :huepf:
      @Mumie

      Ja mir machen diese Bericht auch grosse Angst. Ich darf nicht ins Koma fallen oder so, denn ich habe Verantwortung zu tragen. Ich finde solche Berichte gehören nicht in ein MagenOPforum. Man will sich doch informieren und die Angst vor der OP verlieren. Wenn ich keine OP machen will muss ich ja nur meine Kollegen fragen, die raten mir alle ab aber hier im Forum suche ich Bestätigung, dass eine OP richtig ist.

      Pascal
      Diese wie jede andere OP hat zwei Seiten. Die Komplikationslose und die Komplikation"reiche" Seite.
      Wenn man sich operieren lässt MUSS man solche Dinge wissen, damit man sich eben nicht Gedankenlos operieren lässt.
      Wenn hier drin nur positives stehen würde, würde sich jeder einfach mol so nebenbei unters Messer legen!!!
      Ich finde es wichtig, dass es auch solche Beiträge gibt.
      Hallo @ derPascal

      Sorry, deine Ansicht kann ich nicht vertreten... Man(n) muss wissen worauf man sich einlässt. Und gerade dass eben dieser Eingriff nicht ohne Risiken ist gehört dazu zu all den Infos...

      Sollte es dir später schlecht gehen, würdest du auch sagen, WARUM hat mir das niemand gesagt.

      In dem Sinne denke ich, lass dir bei dieser Entscheidung noch etwas Zeit.

      Grüsse Niki :bauch:

      28.11.2012 Erstgespräch Dr. Herren, Bern
      08.05.2013 Operation, Beau-Site, Dr. Steffen
      Hallo zusammen!

      Ich habe den Artikel nicht gelesen; habe mich bewusst dagegen entschieden. Ich kann mich allen Vorschreiber/Innen nur anschliessen. Warum ich den Artikel nicht gelesen habe? Weil mir mein Beruf bei der Krankenkasse tagtäglich Fälle von "tauziehenden" Ärzten und geldgierigen Pharmaproduzenten vorzeigt. Schlussendlich geht es irgendwann gar nicht mehr um den Patienten sondern um die Kohle. Sorry wenn ich das Kind gleich beim Namen nenne.

      Auch sehe ich tagtäglich Routineoperationen die in tragische Schicksale kippen. Wie schon gesagt wurde...da Leben ist ein Risiko. Ein Beispiel eines Falles den ich bearbeite: eine Frau hat natürlich geboren...alles war ok...da stand sie auf, wollte zur Toilette, bleibt mit dem Nachthemd an der Türklinke hängen...stürzt mit dem Kopf auf die Toilette; Genickbruch...tot war die Frau...

      Ich habe zwei Kinder und ich liebe sie über alles...schon nur der Gedanke ich könnte nicht mehr zurückkommen lässt mich erschaudern...aber...ich kann mit den Kids nicht herumtoben...Schoppen mit meiner Tochter wird zur Tortur (nicht nur wegen dem Teenie-Alter :labern: )...ich kann den Haushalt nicht mehr schmeissen...usw. Ich habe einen lieben Mann der mir nach der Arbeit noch kocht, mit den Kids die Hausaufgaben macht und mir noch den Rücken einschmiert wegen der Schmerzen und mir auch noch die Füsse pflegt weil ich nicht mehr runter mag!

      Ich habe meine Familie in das Thema mit einbezogen, meinen Kinder erklärt warum ich mich dazu entscheide. Ok sie sind schön grösser und verstehen mich. Die Kinder wissen aber auch das ein Risiko besteht aber sie sehen eine positive Mutter die aber auch manchmal wieder nachdenklich ist. Die Angstmomente diskutiere ich dann mit meinem Mann.

      Sollten das Allerschlimmste passieren wissen meine Kinder das ich immer immer bei ihnen sein werde. Und das ich das Risko für ein besseres, gesünderes Leben auf mich genommen habe.

      Ausserdem hab habe ich nicht vor auf so einem kalten Schragen ins Jenseits zu gehen...Ich will leben...ich bin erst 45 , resp. Werde es nächste Woche und ich will noch so viel erleben...

      Ich bin gut informiert und habe Vertrauen...und ich weiss das meine Familie mich versteht und meinen Entscheid respektiert.

      Sorry wenn es jetzt ein bisschen länger geworden ist...aber solche Artikel helfen niemanden..nur den Initianten und dem Portemonnaie...

      Big Kiss an alle
      Gabbie
      Schlauchmagen-OP: 28. Mai 2013 - Klink Linde Biel, Dr. D. Tassile



      I am working on a dream... :engel:

      Derpascal schrieb:

      Ich darf nicht ins Koma fallen oder so, denn ich habe Verantwortung zu tragen

      :stop:
      Entschuldige bitte, aber von Deiner obigen Aussage fühle ich mich einfach verarscht: hast Du das Gefühl hier treiben sich nur Leute rum, die keine Verantwortung tragen? Oder wieso betonst Du so, dass Du Verantwortung trägst? Hallo? Jeder der sich für eine OP entschliesst, trägt mal grundsätzlich die Verantwortung für sich selbst, dafür, dass er sich ausreichend informiert, dass er sich auch mit möglichen Komplikationen auseinandersetzt, dass er sein Leben tatsächlich ändern will. Dazu kommen noch Verantwortung für Kinder, Partner, Mitarbeiter, Haustiere .... die Liste kann beliebig fortgesetzt werden.

      Du musst Dich Deiner Angst stellen, nur dann kannst Du entscheiden, ob Du das Risiko der OP auf Dich nehmen willst. Ja es ist ein Risiko sich operieren zu lassen, es ist aber auch ein Risiko jeden Tag aufzustehen, ins Auto zu steigen .... Es kann immer was passieren.

      Das Forum ist kein OP-Fanclub, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe und hier hat alles Platz, das Positive und auch das Negative. Schlussendlich ist es eine Frage der persönlichen Haltung und Einstellung was man als "Komplikation" betrachtet: Für die Einen ist ein Dumping bereits eine Komplikation, Andere haben eine viel höhere "Schmerzgrenze" in dieser Beziehung.

      Ich bin dankbar für die ehrlichen Berichte hier, auch wenn es nicht immer nur Jubel, Trubel, Heiterkeit bedeutet.

      Gruss

      Nana