Report im Gesundheitstipp: Mutter von 2 kleinen Kindern starb an Magenbypass-Operation...

      Derpascal schrieb:

      @Mumie

      Ja mir machen diese Bericht auch grosse Angst. Ich darf nicht ins Koma fallen oder so, denn ich habe Verantwortung zu tragen. Ich finde solche Berichte gehören nicht in ein MagenOPforum. Man will sich doch informieren und die Angst vor der OP verlieren. Wenn ich keine OP machen will muss ich ja nur meine Kollegen fragen, die raten mir alle ab aber hier im Forum suche ich Bestätigung, dass eine OP richtig ist.

      Pascal


      Hi Pascal

      Da muss ich dir schon etwas widersprechen... ein Adipositasforum ist keine Wohlfühloase mit lauter Mitgliedern, welche nur rosa Wattebäuschchen verteilen und die Realität ignorieren. Es wäre absolut falsch, verantwortungslos und unseriös, wenn wir hier nur die positven Seiten der Adipositaschirurgie beleuchten würden. Es ist zwingend notwendig, dass auch negative Berichte und Erfahrungen hier geteilt werden, da sonst der Eindruck entstehen könnte, dass das Ganze ein Kinderspiel ist. Ist es eben nicht. JEDE Adipositas-OP ist mit hohen Risiken verbunden, da die Patienten mit (teils massivem) Übergewicht da antreten und diese Voraussetzung ist für die Operateure, wie für die Anästhasie eine enorme Herausforderung, auch wenn die Leute natürlich Erfahrung haben damit und sehr gut in ihrem Fach sind.

      Wenn es dir nur darum geht, dass alle Ja sagen und mit dem Kopf nicken, dann bist du hier falsch, dann musst du dir eine andere Plattform suchen, wo sich alle lieb auf die Schultern klopfen nach dem Motto "wir sind alle toll und haben uns alle lieb und die Welt ist eine Scheibe".

      Wenn du aber wirklich den Austausch mit Gleichgesinnten und reale Erfahrungen und Berichte zum Thema suchst, dann bist hier genau richtig.

      :up1:
      Es gehört beides ins Forum, Positives sowie auch das Negative um sich zu informieren. Dann kommt es darauf an was ich mit den Informationen selber anfange. Ich kann nur das Positive sehen und auf der Rosa Wolken schweben oder aber auch nur das Negative sehen und in panik und Hysterie Ausbrechen. Schlussendlich darf man sich nicht von irgend einer Seite beeinflussen lassen. Sondern jeder muss und darf seinen eigenen Weg gehen mit all seinen Konsequenzen. Daher finde ich es auch wichtig das man sein Selbstvertrauen stärk und sich bewusst ist was man will.

      Das Problem das viele haben ist das man sich oft von anderen beeinflussen lässt ob negativ oder positiv, wobei der positive Gedanke die besseren Voraussetzungen sind um was zu erreichen. Für mich gibt es nichts schlimmeres als Menschen die nur Negativ denken und im Selbstmitleid versinken und sich immer im eigenen Kreis drehen. Für mich geht mein Weg gerade aus die mit einen Richtung wechsel verbunden sein kann.

      lg Pascal
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      Ich habe den Artikel online gekauft und anschliessend gelesen. Ganz fest leid tut es mir für die Hinterbliebenen. Der Verlust muss extrem sein - mein aufrichtiges Beileid an die Familie..

      Für mich ist der Artikel jedoch schlecht und sehr einseitig verfasst - die Schuldzuweisungen bringen niemandem etwas. Dass die OP mit Risiken verbunden ist, weiss vermutlich jede Person, welche sich operieren lässt oder die Absicht dazu hegt.
      Vor diesem Hintergrund hat der Artikel hier seine Berechtigung - denn dieser "unangenehme Aspekt" ist ein Bestandteil der OP, über den wir uns zwingend Gedanken machen müssen.
      Dass die OP im K-Gesundheit jedoch als "Lifestyle-Eingriff" hingestellt wird und sorglos von den Spitälern einfach so "Kreti und Pleti" angeboten wird, ist nicht korrekt. Zudem habe ich beim Lesen des Artikels den Eindruck bekommen, als würde es sich beim operativen Eingriff im Endeffekt um "Russisches Roulette" handeln.

      Ich hätte mir gewünscht, dass der Artikel seriös und umsichtig verfasst worden wäre und alle Facetten aufzeigt, die den Weg für eine OP nachvollziehbar machen. So ist ein total einseitiger Bericht entstanden, der die OP zu Unrecht verunglimpft und einzig Ängste schürt. Schade, ich hätte vom K-Gesundheit weitaus mehr erwartet...
      "Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll." Lucius Annaeus Seneca
      Pascal,
      die Angst haben bzw. hatten wir alle.
      Aber wo ist die Angst im Tag täglichen Leben, wenn Du als Übergewichtiger einem Herzinfarkt, oder einem Schlagsnfall näher bist als Schlankere?
      Und wo ist die Angst wenn Du am Strassenverkehr teilnimmst?
      Das Risiko ist bei beiden genannten höher.

      Tanja (Ehefrau, Mama einer Siebenjährigen Tochter, einzige Tochter und Enkelin)

      Derpascal schrieb:

      @Mumie

      Ja mir machen diese Bericht auch grosse Angst. Ich darf nicht ins Koma fallen oder so, denn ich habe Verantwortung zu tragen. Ich finde solche Berichte gehören nicht in ein MagenOPforum. Man will sich doch informieren und die Angst vor der OP verlieren. Wenn ich keine OP machen will muss ich ja nur meine Kollegen fragen, die raten mir alle ab aber hier im Forum suche ich Bestätigung, dass eine OP richtig ist.

      Pascal


      Angst:
      Das allein ist nicht schlimm. Ganz offensichtlich macht der Artikel dir aber keine Angst - er bestätigt deine eh schon vorhandenen Ängste. Das ist ein Unterschied, weil es andere ursachen sind. Nicht der Artikel ist die Ursache, sondern etwas in dir. Diese Erkennztnis mag beim Umgang mit der Angst helfen...

      Verantwortung:
      Ich weiss, dass vor allem Mütter und Väter sich für absolut unersetzlich halten. Ich akzeptiere, dass die Vorstellung des Todes, solange das eigene Kind noch unselbstständig ist, grausam ist. Aber dennoch macht das nicht unersetzlich. Das klingt jetzt furchtbar hart und ist eventuell etwas provokativ. Auch ist es sehr wahrscheinlich, dass Kinder unter dem frühen Tod eines Elternteils (oder eben beider Eltern) massiv leiden werden.
      Aber dies als "Ausrede" zu nehmen bei der Frage, ob ich meinen eigenen Gesundheitsstatus von "lebensgefährlich krank" auf "viel gesünder" zu verändern - das ist in meinen Augen kein Zeichen von hohem, sondern eher von nicht ganz so hohem Verantwortungsbewustsein!!!
      Darüber hinaus definieren wir uns nicht nur über Elternschaft. Auch als Kind einer Mutter habe ich hohe Verantwortung zu tragen. Als Chef über 2 Dutzend Mitarbeiter und ca. 20 delinquente Jugendliche ebenfals. Als bester Freund einer lieben Person oder als geliebter Mensch ebenfalls. Da ist es zwar verständlich, nicht aber inhaltlich korrekt, dass die Eltern unter uns für sich beanspruchen, in einer besonders hohen Verantwortung zu stehen.

      Gehört der Bericht ins Forum?
      Nein, weil er so schlecht ist und weil seine Lektüre meinen Blutdruck gefährdet hat :)
      Ja, weil ein Mitglied aus unseren Reihen offensichtlich Bedarf sah, darüber zu diskutieren. Und wenn wir mit unseren meinungen dazu beitragen können, dass das verständnis dieses textes, eventuell auch die Kritik daran, besser erkennbar wird, dann ist es sogar wichtig, solche Texte gemeinsam zu besprechen. Käme es häufiger dazu, würde ich sogar für ein Unterforum "Pressespiegel" plädieren, wo man solche texte archiviert, um das Bild der Öffentlichkeit über uns zu dokumentieren. Denn es gibt auch gute kritische Texte. Weil es eben auch echte kritikpunkte gibt, die wir abwägen müssen, bevor wir uns entscheiden.

      Das entspricht genau deiner völlig korrekten Forderung nach Information.
      Ich stimme dir völlig zu: Der Text soll Angst machen. Durch unsere Diskussion hier leisten wir alle einen beitrag dazu, dass der Artikel umfassender wahrgenommen wird. Das kann sogar Angst nehmen.

      Bestätigung
      Ja, die suchen wir hier alle, finden sie auch. Aber wenn wir hier nur Jubelschreie loslassen würden, wäre das Ganze innert Jahresfrist kaputt, weil eben fast jeder Operierte weiss, dass das leben mit Bypass, Schlauchi oder sonsteinem Hilfsmittel nicht nur aus Jubel besteht. Ich würde eher sagen, wir suchen vielleicht nur Bestätigung. Wir sollten aber Unterstützung finden können. Das ist VIEL mehr. Das ist auch Hilfe dabei, mit den Risiken und Nebenwirkungen umgehen zu lernen und sie nicht zu verdrängen. Das tun wir Dicken eh viel zu viel: Verdrängen...

      Pascal, sorry, dass ich deinen Beitrag so zerpflückt habe. Habe bitte nicht den Eindruck, ich wolle dir deine Meinung verbieten. Ich wollte nur aufzeigen, wie anders man die von dir genannten Aspekte auch betrachten kann. Vielen Dank!
      en gruess,
      Holger
      2011: Schlauchm,agen bei mehr als 160 kg
      21.2.2013: Magenbypass- OP bei ca.130 kg
      3.6. 2013: 30 kg sind weg!! Seit meiner Schlauchi-op sogar 60 kg !!!
      24.1.2016: 30 kg wieder zugenommen seit 2014. Am 16.1. 16 neuer Anlauf! Die ersten 12 Kilo sind geschafft...


      @Holger
      Verantwortung:
      Ich weiss, dass vor allem Mütter und Väter sich für absolut unersetzlich halten. Ich akzeptiere, dass die Vorstellung des Todes, solange das eigene Kind noch unselbstständig ist, grausam ist. Aber dennoch macht das nicht unersetzlich. Das klingt jetzt furchtbar hart und ist eventuell etwas provokativ. Auch ist es sehr wahrscheinlich, dass Kinder unter dem frühen Tod eines Elternteils (oder eben beider Eltern) massiv leiden werden.
      Aber dies als "Ausrede" zu nehmen bei der Frage, ob ich meinen eigenen Gesundheitsstatus von "lebensgefährlich krank" auf "viel gesünder" zu verändern - das ist in meinen Augen kein Zeichen von hohem, sondern eher von nicht ganz so hohem Verantwortungsbewustsein!!!

      Meiner Ansicht nach sind Eltern unersetzlich, denn alle, die ich kenne, die ohne ein Elternteil aufwachsen mussten kämpen ihr Leben lang mit den Folgen. Aber ich verstehe schon, dass Du das als Diplompädagoge anders siehst. Deshalb: das ist meine Ansicht.

      Ich surfe ja viel im Internet rum und wenn man da auf den einen oder anderen Negativbericht über OPs trifft, finde ich es normal. Ich in vielleicht etwas engegriffen in letzter Zeit. Ich habe auch noch den Bericht angeschaut und es nimmt mich Wunder, ob das in der Schweiz auch so ist. Vielleicht kann jemand was dazu sagen:

      Das Erste Mediathek [ARD] - Vorsicht Operation - Video zur Sendung Reportage / Dokumentation - Montag, 14.01.2013

      Es hat jetzt eben nicht direkt was mit Magenoperation zu tun.

      Pascal
      Man findet überall Negatives wenn man lange genug danach sucht...........

      Um sich optimal auf so einen Eingriff vorzubereiten, bedarf es einer gewissen Objektivität und den festen Glauben daran, dass es positiv verlaufen wird.
      Ich bin der Überzeugung, dass eine positive Haltung bereits die halbe Miete ist.
      So jedenfalls habe ich meine OP und die Zeit kurz davor erlebt.

      Grüsse Niki :bauch:

      28.11.2012 Erstgespräch Dr. Herren, Bern
      08.05.2013 Operation, Beau-Site, Dr. Steffen
      genau Vorwärts schauen und das Ziel ins Auge nehmen, auch wenn man ein Ziel manchmal auch über Umwege erreicht oder auch länger gehen kann. Viele Wege führen zum Gipfel manchmal muss man auch wieder zurück und einen anderen weg in Angriff nehmen, aber das Ziel bleibt der Gipfel. Genau so ist es mit der OP die einen werden Komplikationen haben, was man sich bewusst ist und anderen gehen da problemlos durch. Das wichtigste daran ist das man am schluss ein neues Leben bekommt. Die freude darauf soll einem jede Angst nehmen.
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      Jepp, vielleicht bin ich Pädagoge geworden, weil ich meinen Vater kaum kennenlernte...
      Und ja, seit mehr als 20 Jahren arbeite ich mit und für Menschen, die ohne Eltern aufwuchsen.
      Und weiss leider auch, dass viele Kinder besser dran wären, hätten sie keine Eltern. Aber das ist ein anderes Thema! Wie gesagt, ich akzeptiere deine Haltung und schätze es, dass du scheinbar auch meine Haltung akzeptieren kannst- ohne sie zu übernehmen!
      en gruess,
      Holger
      2011: Schlauchm,agen bei mehr als 160 kg
      21.2.2013: Magenbypass- OP bei ca.130 kg
      3.6. 2013: 30 kg sind weg!! Seit meiner Schlauchi-op sogar 60 kg !!!
      24.1.2016: 30 kg wieder zugenommen seit 2014. Am 16.1. 16 neuer Anlauf! Die ersten 12 Kilo sind geschafft...


      @Petra Amstutz

      Sehe ich genau so wie du!
      Wir können und wollen nicht alles wissen, aber zu einer guten Vorbereitung der OP (und vieler anderen Dinge im Leben) gehören beide Seiten der Medaille.
      Selbstverständlich hoffen wir alle, dass die OP für uns gut wird und wir keine schlimmen Kimplikationen erleiden.

      Und wir sollten es wie PW-Art sehen: positiv und vorwärts-schauend. Dies ist nicht immer leicht und manchmal scheint es uns unmöglich und trotzdem, gelingt es irgenwie dann doch.

      Hope